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Bankroll Management Profi Tips

Chris Ferguson, Weltklasse- und High Stake Spieler liebt die Herausforderung und hat getestet, wie weit er mit einem einzigen Dollar eine neue Bankroll aufbauen kann, wenn er seine eigenen Bankroll-Regeln strikt einhält.

Ferguson hat sich mit diesem Dollar tatsächlich auf $20.000 hochgespielt. Dabei hat er seine eigene Bankroll Management Strategie angewandt.

Viele Pokerspieler spielen nicht mit einer Bankroll. Sie nehmen sich einfach Geld für eine Session, soviel sie gerade aufbringen wollen und sehen das als eher als Ausgaben für ein Hobby. Es ist eine gute Sache, Poker zur Unterhaltung zu spielen. Der ernsthafte Spieler aber braucht eine Bankroll.

Eine Bankroll ist jene Summe, die nur für Poker verwendet wird und für nichts sonst. Die Höhe der Bankroll bestimmt, an welchen Limits oder Buy-Ins sinnvollerweise gespielt werden kann. Chris Ferguson hat sich zum Beispiel in diesem 1-Dollar-Test ganz strikt an seine eigenen Vorgaben gehalten.

Wer ohne Bankroll spielt, denkt nicht an den Erfolg und spielt unbeständig. Die Meinungen, wie hoch eine Bankroll sein muss, sind unterschiedlich, aber die Erfahrung zeigt, dass der Spieler, der eine echte Bankroll hat und sie konsequent und geduldig hochspielen will, auch besser und cooler spielt. Wenn die Bankroll wächst, dann erhöhen sich auch die Einsätze, das wichtigste ist aber zuerst, klein anzufangen.


Sit and Go Bankroll

Eine der Bankroll-Regeln, an die Ferguson sich penibel hält ist, niemals mehr als 5% der Bankroll für ein Sit and Go Buy-In zu investieren, das entspricht 20 Buy-Ins. Viele andere Spieler finden das schon zu hochgegriffen und empfehlen, eine Bankroll müsse aus 60 Buy-Ins bestehen, um längere Durststrecken spielend überstehen zu können.


Multi-Table Turnier Bankroll

Hier gibt es die unterschiedlichsten Ansichten. Chris Ferguson verwendet ein Minimum von 50 Buy-Ins als Turnier Bankroll. Auch hier spricht die Mehrheit der Poker-Profis von einer zu niedrigen Bankroll und empfehlen 100 Buy-Ins, gerade wenn es große Turniere sind und viele Buy-Ins verloren gehen werden bzw. wenn man die Moneys erreicht, recht hoch gewinnen kann. Daher sollte man längere Phasen des Verlusts mit einer ausreichend hohen Bankroll abfedern können.


Limit Holdem

Beim Limit scheinen viele seriöse Spieler auf die 300 Big Bets als Bankroll zu bauen. Wenn ein Spieler also an einem Limit Tisch spielt, an dem die Blinds 0.25/0.50 sind, ist ein Big Bet (der am Turn und River kommt) $1 wert. Die Bankroll muss nach dieser Rechnung dann $300 sein um komfortabel zu spielen.

No Limit Holdem

Da ein Spieler seinen Stack mit einer einzigen Hand verlieren kann, muss die Bankroll im Vergleich zu Limit Holdem höher sein. Eine No Limit Bankroll kann wie bei Turnieren mit Buy-Ins berechnet werden. Ein Buy-In entspricht dann dem Stack, mit dem ein Spieler zum Tisch geht. Im Durchschnitt haben gute Spieler 30 solcher Buy-ins in ihrer Bankroll.


Einsätze / Limits

Mit einem Bankroll Management beantwortet sich die Frage, wann ich mit den Stakes hinaufgehe oder hinuntergehe von selbst. Wer im Limit Holdem mit $300 am 0.25/0.50 gestartet ist und irgendwann auf $600 steht, wird es für ihn an der Zeit, auf den $1/$2 Tisch zu gehen. Oder wenn ein Spieler seine Sit and Go Bankroll mit 40 Buy-Ins definiert hat und $11-Sit and Gos spielt, nach einer Zeit seine Bankroll auf $250 geschrumpft ist, dann wird er auf die $5.50 SnG wechseln müssen.

Die Gambler machen es umgekehrt, sie gehen während einer Session mit den Einsätzen hinauf, wenn sie verloren haben (sie wollen ihre Verluste zurückholen) bzw. hinunter, wenn sie gewonnen haben (sie wollen ihre Gewinne verteidigen). Diese Spieler sind fast immer die loosesten und sehr oft tilt, mit Sicherheit aber sind sie langfristig immer im Minus.


Stop Loss Technik

Für Cash Game Spieler ein nützliches Konzept. Setze ein Limit für den maximalen Verlust einer Session, und wenn du so viel verlierst, beende die Session. Die nächste Session kann dann (zB am nächsten Tag) mit neuer Energie bestritten werden und man vermeidet, dass man tilt wird.


Chris Ferguson's 10% Regel

Chris Ferguson hat gesagt, wenn während einer No-Limit oder Pot-Limit Session sein Geld am Tisch mehr als 10% seiner Bankroll ausmacht, will er diesen Tisch verlassen, bevor ihn die nächsten Blinds erreichen. Das wäre das Gegenstück zum Stop Loss.


Bankroll aufbauen

Objektiv betrachtet macht es keinen Unterschied, ob man an 10 Pokerräumen spielt, oder an einem. Der Bankroll ist es egal, auf wieviele Rooms sie aufgeteilt wird. Es gibt aber viele Spieler, die bei nur sehr wenigen Rooms (oder überhaupt nur bei einem Room) spielen, weil sie hier wissen, was läuft bzw. mit der Zeit viele Notizen zu Gegnern bereits gemacht haben und die Chance, einen Spieler am Tisch wieder zu treffen, den man kennt, höher ist.



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