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Tighter werden mit Hutchinson

Das Preflop-Verhalten ist alles entscheidend, je konsequenter preflop gespielt wird, desto höher die Ausbeute. Der Mathematiker Hutchinson entwickelte ein Punktesystem für die Bewertung von Preflop Hands. Braucht kein Mensch? Wir werden sehen..

Jeder, der sich näher mit Poker beschäftigt, wird hunderte Ratschläge zum Preflop Spiel finden. Kein Wunder, werden hier doch die meisten Fehler gemacht. Fehler, die ein unerfahrener Pokerspieler noch nicht als Fehler erkennt.

Typisch ist für sie, dass sie oft am Flop nicht mehr wissen, was sie tun sollen. Beispielsweise geht so ein Spieler mit A-5 ins Spiel, am Flop kommt das As (was er ja wollte) und plötzlich ist ein anderer Spieler höchst aggressiv. Man will sich aber von Top-Pair nicht trennen und callt bis zum Schluß durch und verliert dann einen Haufen Chips gegen zB A-T.

Mit Hutchinson kann das nicht passieren. Dieses System bewertet die Starthände rein mathematisch. Wert und Potential der Karten sowie die Position werden miteinberechnet.

Nun muss aber erwähnt werden, dass man mit Hutchinson nicht von heute auf morgen Millionär wird. Und dass ein guter Spieler Hutchinson überhaupt nicht brauchen wird. Aber wenn sich jemand im obigen Beispiel wiederfindet, der hat ein absolutes Pre-Flop-Problem und da kann Hutchinson sehr lehrreich sein. Das Gefühl bekommen, wieviel die Hand wert ist, ist lebenswichtig.

Hutchinson ist ein sehr strenges System, das ist sein Schwachpunkt. Wer nun glaubt, dass sein Preflop Spiel perfekt ist - gratuliere! du brauchst nicht mehr weiterzulesen. Wer aber selbst erkennt, dass sein Pre-Flop Verhalten Mängel hat, der sollte sich damit auseinandersetzen und Hutchinson in der Praxis ausprobieren, um die Erfahrung zu machen, wie das Spiel verläuft, wenn man eiskalte Mathematik im Preflop Spiel anwendet. Vor allem im Limit Hold'em bewährt sich Hutchinson, da Limit Poker viel Mathematik und wenig Psychologie bedeutet.


Bewertung der Starthände nach Hutchinson:

Die Kriterien für die Bewertung der Karten sind:

- Wert der 1. Karte
- Wert der 2. Karte
- Kombinationswert beider Karten
- Position


1) Die Werte der Einzelkarten:

A = 16
K = 14
Q = 13
J = 12
T = 11
alle anderen Karten zählen mit ihren Zahlenwerten (zB 6 = 6)

Die beiden Karten werden nach dieser Punktezuordnung einfach addiert.


2) Zusätzlich zum Wert der Karten wird noch der Kombinationswert der Karten dazu addiert. Kombinationen sind zB. Paare, gleiche Farbe (suited) oder aufeinanderfolgende Karten (connectors, z.B. 6-7)

Kombinationswert der Karten:

Paar = +10
Suited = +4
Connectors = +3
Karten sind 2 Werte auseinander (zB 9-J) = +2
Karten sind 3 Werte auseinander (zB A-J) = +1


3) Jetzt folgt noch ein Wert für die Position am Tisch. Je später die Position, desto besser werden die Karten. In früher Position erhält die Starthand keine Punkte mehr dazu.

Mittlere Position = +3
Späte Position und Dealer = +5


4) Auswertung, nun rechnet man alle Punkte zusammen. Beispielsweise hat K-Q suited am Dealer-Button folgenden Wert:

K = 14
Q = 13
suited = +4
connectors = +3
späte position / dealer = +5

KQs am Button hat also den Hutchinson-Wert von 39 Punkten.


5) Hutchinson-Punkte und die Spielentscheidung:

Nach Hutchinson sind Hands über einen Wert von 30 oder mehr gut genug, um zu callen. Darunter ist die Hand wegzuwerfen. Erreicht der Wert 34 oder mehr, darf geraist werden. Je höher die Punktezahl darüber liegt, desto mehr Chips dürfen preflop in den Pot wandern.



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