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Die Psychologie des Betting

Eine wichtige Poker-Fähigkeit ist das Wissen um die Motive, die ein Spieler für einen Einsatz haben könnte und wie man selbst unberechenbar bleibt.

Wer die Spielrunde eröffnet, sei es Preflop, am Flop, Turn oder River, macht das meistens aus zwei Gründen:

#1 Der Spieler meint, er hat eine gute Hand und setzt auf seine Karten.

Z.B. trifft ein Spieler am Flop das Top Pair und beginnt die Runde mit einem Bet in Pothöhe.


#2 Der Spieler meint, seine Gegner haben keine guten Hands und er geht davon aus, dass sie bei einem Einsatz aussteigen werden.

Bluffs, Blind-Stehlen und Steal-Raises gehören z.B. in diese Kategorie. Beim Blinds-Stehlen haben preflop alle Spieler bis zum Dealer gefolded und dieser erhöht gegen die Blinds. Er betont nicht unbedingt die Stärke seiner Hand, sondern eher die Schwäche der gegnerischen Hands in den Blinds.

Steal Raise bedeutet, dass man in letzter Position den Einsatz bringt, wenn alle anderen Spieler vorher gecheckt haben. Man wittert Schwäche und will den Pot gleich gewinnen oder wenigstens die Anzahl der Gegner reduzieren.


#1 und #2 sind die häufigsten Gründe, warum man die Spielrunde mit einem Bet eröffnet. Bei jeder Spielaktion sollen die eigenen Gründe und Motive dafür klar sein, aber auch der Eindruck, den man dabei bei den anderen Spielern weckt, darf nicht unterschätzt werden. Daher steht dem Spieler mit offenen Augen auch Möglichkeiten zur Verfügung, sich gegen diese Berechenbarkeit zu "wehren".


Beispiel Check-Raise.

Check-Raisen bedeutet, dass der Spieler nur deshalb checkt, damit ein anderer setzt und er diesen Einsatz schließlich erhöhen kann.

Ein Spieler, der auf Check-Raise spielt, will genau, dass die anderen Spieler so handeln wie in #1 oder #2 beschrieben. Entweder er hält die Monsterhand und will gegen andere guten Hands (#1) hohe Pots gewinnen oder er durchschaut jemanden, der #2 angewendet hat.

Man könnte theoretisch alle Spielzüge durchschauen oder auch ausnutzen, wenn man nur genug Informationen hat und erahnt, aus welchem Motiv heraus die Gegner handeln. Die Spitzenspieler können das auch viel besser als alle anderen, sie legen ihren Entscheidungen eine lange Gedankenkette zugrunde. Was bei ihnen so leicht ausschaut -sie schieben ja auch nur Chips in die Mitte, wie jeder andere auch- ist in Wirklichkeit ein Resultat aus Überlegungen und verschiedenen Blickwinkeln.

So versuchen sie, ihren Gegner soweit zu durchleuchten, um letztlich seine Hand auf wenige Möglichkeiten zu reduzieren, um damit die Kontrolle über das Geschehen zu bekommen.

In der obenbeschriebenen Check-Raise-Situation kann ein versierter Spieler doch auch erkennen, dass der Gegner ihm eine Falle stellt und lässt ihn ins Leere laufen.



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