good-luck-online-poker.info
Online Poker > Online Poker Strategien > Schlechte Karten oder schlecht gespielt?

Texas Hold'em Poker Strategie Artikel


Schlechte Karten oder schlecht gespielt?

Den Unterschied zu erkennen zwischen Pechsträhne und schlechtem Spiel ist schwierig, aber wichtig. Das Resultat ist in beiden Fällen dasselbe: die Bankroll schwindet.

Poker kann sehr trügerisch sein. Ein Spieler, der 5x hintereinander mit schlechtem Spiel gewinnt kommt sich manchmal wie der Superstar vor oder ein anderer fühlt sich vom Pech verfolgt, weil seine Draws nicht kommen oder seine spekulativen Hands nicht erfolgreich sind.

Nach einer Verluststrecke gilt es, so selbstkritisch wie möglich zu sein. War es einfach eine Phase von Pech, ein klassischer Downswing, wie es hin und wieder vorkommen muss, oder hat man einfach schlecht gespielt?

Der beste Spieler gerät in eine solche Downswing-Phase. Manchmal hat man ausgezeichnete Pot Odds, aber die Karten werden nicht getroffen. Manchmal wird man von einem Verrückten mit Müll geraist, nur um dann mitansehen zu müssen, wie er seine Wunderhand zusammenbekommt.

Wenn es schlecht läuft, aber man selbst richtig spielt, ist das einfach Pech. Dagegen kann man nichts tun, ausser versuchen, die Verluste klein zu halten. So etwas passiert jedem immer wieder einmal. Es gibt keinen Grund, irgendetwas anders zu machen, wenn man davon überzeugt ist, die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben, auch wenn diese schlechte Ergebnisse bringen.

Aber der Unterschied liegt darin: läuft es schlecht oder spielt man einfach nur schlecht?

Wenn man schlecht spielt, ist es das eigene Versagen. Pech hat damit nichts zu tun. Viele Spieler ignorieren die Frage, ob die Verluste aus schlechtem Spiel zustande gekommen sind. Und sie verlieren weiter, weil sich nichts an ihrem Spiel ändert. Nur wer selbstkritisch genug ist, sich einzugestehen, dass man etwas falsch gemacht hat, nur der kann auch etwas ändern.

Wie erkennt man diesen Unterschied zwischen schlecht laufen und schlecht spielen ?

Fehler können sich überall einschleichen. Es gibt Spieler, die Pre-Flop extrem tight sind, aber danach jeden Gegner als Bluffer sehen und Bets und Raises von ihren Gegnern nicht respektieren.

Oder man spielt zuviele mittelmäßige Hands pre-flop, man läuft in Fallen, hängt an Hands fest, die man wegwerfen müsste. Oder man läuft zu vielen Draws hinterher. Oder man spielt zu vorsichtig, wenn es angebracht wäre, aggressiv zu sein und umgekehrt.

Im Poker gibt es sehr viele Fallstricke und Fehlerquellen. Wenn die Bankroll dünn wird, ist es höchste Zeit, zu untersuchen, woran das liegt. Wirklich alles nur Pech? Für die richtige Antwort musst du dich selber beobachten, so, als würdest du einem anderen Spieler über die Schulter schauen.



7257 Aufrufe seit 07 Juni, 2008 | zurück | Zur Übersicht




888 William Hill Betsson PokerStars