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Lernen von den Legenden

Doyle Brunson, Pokerlegende und gefürchteter Gegner in allen Pokervarianten, hat sich über viele Jahre einen Ruf erarbeitet, der besonders mit dem Begriff Aggressivität verknüpft ist.

Er gewinnt Pot um Pot, weil seine Gegner wissen, dass es ihn glücklich macht, wenn er wieder einmal all seine Chips in die Mitte schieben kann, selbst wenn seine Karten gar nicht einmal so vielversprechend aussehen. Doch das macht ihn zu einem der besten Spieler der Welt, für andere ist er doch immer undurchschaubar und viele gehen ihm lieber aus dem Weg, wenn er zu seinen gefürchteten Raises greift.

Es könnte also jemanden überraschen, dass Doyle Brunson eine Poker Turnier Strategie empfiehlt, die ein "tightes" Spiel vorsieht. Dies gilt zumindest für die ersten Runden eines Turniers.

In der ersten Phase eines Pokerturniers gibt sich Doyle in der Regel damit zufrieden, sich zurückzulehnen und hin und wieder die Pots zu holen, die seine Karten für ihn gewinnen können. Den eigentlichen Doyle Brunson wird man allerdings noch später kennenlernen.

Während der ersten Runden eines Pokerturniers will ein professioneller Spieler selten große Schlachten schlagen. So wie Doyle Brunson warten viele Spieler ab, bis die Amateurspieler sich am Anfang gegenseitig aus dem Turnier befördern. In dieser Phase erhöht Doyle mit mittelstarken Karten wie mittlere Paare oder Hände wie KQ. Er wird mit ihnen aber niemals mit einer Erhöhung mitgehen. Hier erkennt man schon etwas die Handschrift Brunsons. Er will mit Erhöhungen einige kleine Pots kassieren, während er sich sofort wieder von einer Hand trennt, sobald er merkt, dass ein anderer Spieler Stärke zeigt. Er spielt, wenn er die Dominanz hat!

Im späteren Verlauf des Turniers wird es etwas komplizierter. Die Karten alleine sind nicht mehr alles. Doyle Brunson prüft in diesem Stadium jede einzelne Situation. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf die Anzahl der Chips der Gegner und -sofern man genug Zeit hatte, es zu beobachten- typische Spielmuster der Gegenspieler. Spieler mit sehr wenigen oder sehr vielen Chips werden diejenigen sein, die öfter mit hohen Einsätzen mitgehen. Die einen fürchten, dass sie das Turnier bald verlassen müssen und suchen Möglichkeiten zur Verdopplung, die anderen können es sich leichter leisten, um hohe Pots zu spielen. In diesem Stadium gilt es, sehr vorsichtig zu sein und die Faktoren abseits der Karten zu beachten.

Ab diesem Zeitpunkt, wenn die Chips mindestens so wichtig werden wie die Karten, spielt Doyle Brunson schrittweise aggressiver - besonders gegen jene Spieler, die die meiste Angst vor dem Ausscheiden haben müssen. Wie kein Zweiter versteht es Doyle Brunson, Spieler unter Druck zu setzen.

Nach Brunson ist es ein Schlüsselelement seiner Pokerstrategie, dass er es immer versuchen muss, Chips dazu zu gewinnen, um stets ein gutes Verhältnis von Anzahl seiner Chips zur Höhe der Blinds zu behalten. Damit stellt er sicher, dass er dann aggressiv setzt, wenn er es will und nicht, wenn er dazu (wegen der zu hohen Blinds) gezwungen wird.

Dass Doyle Brunson erfolgreich Pokerturniere spielt, hat er unzählige Male bewiesen. Er verfolgt seine Strategie bis er sein erstes Ziel erreicht hat, den Final Table. Doch das Erreichen des letzten Tisches ist noch nicht alles. Brunson spielt immer auf Sieg. Daher empfiehlt er, sich nicht mit dem Erreichten zufrieden zu geben und warnt davor, wenn man wenig Chips hat, zu abwartend zu spielen, nur um ein paar Plätze gut zu machen. Wenn Doyle Brunson den Final Table erreicht hat, dann spielt er um den Turniersieg. Selbst als Chip-Zweiter attackiert er den Chip-Leader, um ihn zu überholen. Dies beschreibt genau diese Siegermentalität, die Doyle Brunson zum erfolgreichsten Pokerspieler aller Zeiten gemacht hat.



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