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Spielkonzepte für Sit and Go Turniere

Dieser Artikel behandelt grundlegende Spielweisen und Ideen für Sit and Go Turniere. Man als Spieler starke Ergebnisse erzielen kann, nachdem man die Grundlagen beherrscht.

Die drei wesentlichen Konzepte für erfolgreiche SNG Turniere sind:

1. Sit and Go Konzept:
Keine Gamblen am Turnieranfang

Damit ist gemeint, dass man am Anfang nicht all-in gehen oder die Mehrheit der Chips riskieren soll für Hände, bei denen man nur einen geringen Vorteil hat. Das beste, was passieren könnte ist, dass man seine Chips verdoppelt, das schlechteste, dass man aus dem Turnier fliegt. Wenn man draussen ist, hat man sein Buy-In verloren. Hat man die Chips verdoppelt, heisst das aber noch lange nicht, dass man sein Buy-In verdoppeln wird.

Man stelle sich vor, dass zwei Spieler jeweils $20 in einen Pot legen und dann eine Münze werfen, wer die $40 bekommt. Für beide Spieler eine faire Chance. Zurück zu Sit and Go: zwei Spieler spielen gegeneinander, der eine hat 7-7, der andere A-K. Angenommen, beide Spieler spielen offen und sehen die Karten des Gegners. Würde der erste Spieler all-in gehen, wenn er wüsste, dass sein Gegner A-K hat und er daher mit seinem Siebener-Pärchen ein Mini-Favorit ist? Wohl kaum, im Poker will man ja eben keine Münze werfen. Daher sind frühe All-Ins mit der Absicht, seine Chips zu verdoppeln -auch wenn man etwas Vorteil hat- wie das Werfen einer Münze.


2. Sit and Go Konzept:
Mit einem gesunden Chip-Stapel und bei noch nicht zu hohen Blinds muss man öfter auch mit mittelmässigen Hands Pots holen.

Dies gilt vor allem dann, wenn man in später Position ist. Das größte Problem vieler Spieler ist, dass sie zuwenig Flops holen, die nicht geraist werden. Das sind Chips, die später fehlen können. Zu konservative Spieler laufen Gefahr, dass sie nur wenige spielbare Hands im Laufe des Turniers bekommen und nur diese spielen. Die vielen Chancen auf kleine Pots nutzen sie nicht. Aber sie sind überlebenswichtig.

Man wird häufig in die Situation kommen, dass am Flop nicht gesetzt wird bis man selber dran ist. Sitzt man an später Setzposition kann man sich solche Pots leicht holen, dafür braucht man nicht einmal gute Hands. Position ist so wichtig im No-Limit Poker, dass man gerade am Flop nur mit der Position Pots gewinnt, nicht mit den Karten.


3. Sit and Go Konzept:
Aggressives Spiel ab der mittleren Turnierphase

Mit der Zeit spielen die Blinds die Hauptrolle. Sie werden so hoch, dass sie alleine das Spiel bestimmen. Das bedeutet, dass man nun mehr Risiko nehmen muss, da man einfach nicht mehr auf die herausragenden Hands warten kann. Solange der Chip-Stapel noch halbwegs im durchschnittlichen Bereich liegt, sollte man versuchen, Blinds zu stehlen, auch mit Hands, die sonst nicht gespielt werden sollten. Um Blinds zu stehlen, ist die Hand nicht entscheidend, sondern wie so oft die Position.
Da jetzt die Stimmung angespannter wird und die Spieler, die noch genug Chips haben, sich nicht mit irgendwelchen Hands große Schlachten liefern wollen, ist Blinds-Stealing immer ein probates Mittel.



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