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Die Poker-Temperamente

Um eine profitable Strategie zu entwickeln, musst du in der Lage sein, zu verstehen, was dein Gegner tut und warum.

Jedes Mal, wenn er setzt, raist oder callt, foldet etc., musst du prüfen, warum er diese Entscheidung getroffen hat und was deine beste Antwort darauf sein kann. Es gibt allerdings Millionen von Pokerspielern auf der Welt und es scheint aussichtslos, sich mit ebenso vielen Pokertypen zu beschäftigen. Aber es gibt bestimmte Temperamente oder Mentalitäten, die die Art, wie jemand spielt, bestimmt.

Die Temperamente an den Pokertischen


1 Die Loose-Passiven Tische

Bei einem loose-passiven Tisch kannst du sicher sein, dass du viele Checks und Calls sehen wirst. Das heisst nicht, dass ein Spieler, der immer nur gecheckt und gecallt hat nicht doch einmal mit einer echt starken Hand raisen kann. Ganz allgemein gesprochen kannst du an einem loose-passiven Tisch dein Spiel schrittweise etwas "lockern". Jedoch solltest du an diesem Tisch immer noch zu den tighten Spielern gehören, sonst machst du denselben Fehler wie die Leute, gegen die du gewinnen willst.

An solchen Tischen ist Bluffen verboten. Was auch ganz klar ist: wenn soviel gecallt wird, so wird auch ein Bluff früher oder später gecallt werden. Wenn du aber eine starke Hand hast, dann spiele einfach konsequent nach Chance, denn du weisst, dass Spieler am Tisch sind, die auch mit schwächeren Hands callen werden.

Dadurch, dass viel gecallt und gecheckt wird, kommt es an diesen Tischen auch häufiger vor, dass jemand seine Draws vervollständigt. Wenn dein Gegner sein Draw macht, denke dir einfach, dass er dich immer dann bezahlt, wenn er eine Karte für sein Draw sehen wird, und dass er insgesamt gesehen verlieren wird. Du könntest allerdings auch selber mehr Draws spielen als sonst, da meistens mehrere Caller im Pot sind und die Pot Odds für dich vorteilhaft werden.


2 Die Loose-Aggressiven Tische

Stelle dich darauf ein, mehr bezahlen zu müssen, wenn du den Flop sehen willst. Bei einem loose-aggressiven Spiel gibt es wildes Setzen und Raisen, fast in jeder Runde. Darum ist es das oberste Gebot, dass du nur solide Hands spielst, nicht spekulativ wirst. Besonders preflop wird bei loose-aggressiven Tischen sehr gerne hochgeraist. Je besser deine Hand von Anfang ist, desto öfter kannst du auch am Flop spielen. Und wenn du eine Hand zum spielen hast an einem loose-aggressiven Tisch, heisst es mitunter, dass es um große Pots geht.

Spiele auch hier deine Draws, wenn du kein Vermögen dafür bezahlen musst. Denn wenn du triffst, gewinnst du öfter überproportional hoch dank der Action an diesen Tischen. Wenn du eine Hand hast, mit der es sich gut spielen lässt, so spiele sie aggressiv und zögere nicht lange. Check-Raising funktioniert sehr gut und loose-aggressive Spieler gehen öfter in die Falle.


3 Die Tight-Passiven Tische

Die Spieler warten auf ihre Hand und gehen damit sehr vorsichtig um. Spiele aggressiv, aber werfe alles ausser Premium-Hands weg, wenn gegen dich gesetzt wird. Die tight-passiven Spielertemperamente setzen nur, wenn sie etwas haben, folden allerdings sehr schnell, wenn sie nichts haben. Mache dir das zunutze. Du wirst viele kleine Pots gewinnen, weil hier schnell gefoldet wird. Hier kannst du auch bluffen oder noch besser: semibluffen. Bluffs werden viel seltener gecallt von tight-passiven Spielern.

Sei geduldig, ein Feuerwerk wird dieser Tisch nicht sein. Und du wirst öfter ein Duell Mann-gegen-Mann haben, weil von Anfang an wenig Caller im Spiel sein werden.


4 Die Tight-Aggressiven Tische

Du wirst es mit vielen schwierigen Entscheidungen zu tun haben. Tight-aggressiv heisst nämlich, starke Hands aggressiv spielen und schwache Hands überhaupt nicht spielen. Wer dieses Poker-Temperament besitzt, ist der unangenehmste Gegner.

Du wirst fast immer mit guten Hands zu tun haben, also müssen deine Hands noch besser sein. Sei extrem wählerisch preflop. Deine Chance liegt darin, dass tight-aggressive Spieler öfter ihre Hand überschätzen. Sie haben gute Hands, spielen sie aber wie großartige Hands.

Gegen tight-aggressive Spieler ist das Beobachten ihres Verhaltens am wichtigsten. Häufig funktionieren Check-Raises, ein Check wird von einem tight-aggressiven Spieler fast immer als Schwäche ausgelegt und weniger daran gedacht, dass es eine Falle sein könnte. Die Gegner werden aber selbst als unberechenbar erscheinen, also mach dasselbe.



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