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Der Turn #1 - Unterschiede zum Flop

Am Flop ist die Stärke der gegnerischen Hands schwer einzuschätzen, am Turn muss man sich aber oft outen.

Wenn am Flop aggressiv gespielt wird, können die Gründe vielfältig sein. Bluff oder Contination Bet. Oder jemand hat wirklich etwas getroffen.

Der Turn gilt als die schwierigste Phase einer Texas Hold'em Runde. Denn nun liegen die Dinge etwas anders...

Wenn ein Spieler preflop raist und am Flop weitersetzt, so muss dies nicht bedeuten, dass er etwas getroffen hat. Zeigt aber ein Spieler am Turn Aggressivität, so hat er üblicherweise eine starke Hand. Gegen einen durchschnittlichen Gegner weiss man meistens am Turn, wo man steht.

Die Unterschiede von Flop und Turn sollen mit dem folgenden Beispiel verdeutlicht werden:


Du bekommst AKs in später Position und raist. 2 Spieler callen.


(1) Der Flop ist Q84

Die beiden Gegner checken und du bist dran. Du hast zwar nichts getroffen, aber spielst den Continuation Bet und setzt den halben Pot.

Wie sieht dieser Bet für deine Gegner aus?


(2) Der Flop ist K84

Die beiden Gegner checken und du bist dran. Du hast Top Pair getroffen und setzt den halben Pot.

Wie sieht dieser Bet für deine Gegner aus?



Antwort: Beide Bets sind für die Gegner nicht zu durchschauen. Sie haben diesselbe Wirkung. Im ersten Fall ist er ein Bluff, im zweiten wird mit Top Pair gesetzt.

Am Flop können daher die Gegner noch nicht erkennen, gegen welche Hand sie spielen. Das heisst, du könntest sogar mit 2-7 spielen und am Flop raisen und deine Gegner müssen (wegen der Preflop-Raises) immer annehmen, dass du mit Top Pair oder sogar Overpair spielst.

Am Flop ist die Stärke der Hand noch ein Rätsel, das obige Beispiel zeigt, dass es für die anderen Spieler unmöglich ist, zu unterscheiden, ob du hier mit A-K oder 2-7 im Spiel bist bzw. ob du den Flop getroffen hast oder nicht.



Am Turn wird aber vieles klarer...

Denn am Turn sind weniger Spieler bereit, in den Pot zu zahlen und noch mehr Chips riskieren. Am Turn kann ein anderer Spieler seine Hand vervollständigt haben oder jemand stellt am Flop eine Falle auf. Am Turn wird allgemein viel weniger geblufft als am Flop.

Wer am Turn bettet, repräsentiert in noch größerem Ausmaß eine starke Hand als das beim Flop der Fall ist. Noch riskanter wäre es, einen Raise am Turn zu callen. Wer eine Falle stellt, spielt seine Hand am Flop slow, um dann genau am Turn seine Monsterhand mit Re-Raises zu füttern. Besonders wenn es am Flop ruhig zuging, aber am Turn plötzlich die riesigen Re-Raises kommen, dann ist da etwas faul.



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