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Tipps für Turnieranfänger

Bereit fürs große Turniergeld? Was man alles vor der ersten Teilnahme an einem großen Pokerevent beachten soll.

Um es in die Preis(geld)ränge zu schaffen, was man übrigens in der Fachsprache ITM (Abkürzung für in the moneys) nennt, benötigt man einiges an Glück, das muss ganz klar gesagt werden. Man wird also mehrere Anläufe brauchen für das erste Turniererfolgserlebnis. Mit einer guten Strategie kann aber dem Glück etwas nachgeholfen werden, um die Herausforderung anzunehmen, einmal ein großes Turnier zu gewinnen.

Für den Start als Turnierspieler empfiehlt es sich, bescheiden zu beginnen. 1-Dollar oder 5-Dollar Turniere tun es für den Anfang auch. Besonders wichtig ist es für den Turnierneuling, viel Praxis zu sammeln.

Wer sein erstes großes Turnier spielt, darf sich auch nicht einschüchtern lassen von der hohen Teilnehmerzahl. Die Sorge, man könne es bei einem so großem Teilnehmerfeld ohnehin nie ITM schaffen, lenkt nur ab. Ein Turnier kann sehr lange dauern, und das soll es ja auch. Ein großes Monatsevent zieht schon mal 3000 Spieler an und so ein Turnier kann locker 6-7 Stunden dauern. Man darf also am restlichen Abend nichts mehr anderes vorhaben und sich auch geistig auf einen langen Pokerabend einstellen.

Ein Turnier wird auch nicht von der ersten Hand weg auf Sieg gespielt. Ein Turnier besteht aus mehreren unterschiedlichen Phasen. Mit der Zeit steigen die Blinds so hoch, dass sie das Spiel diktieren, immer mehr Teilnehmer scheiden aus. Dass man hier anders spielen muss, als ganz am Anfang braucht nicht betont werden.

Jedes Turnier hat seine 10%-20% Spieler, die nur ihr Glück versuchen wollen. Sie wollen Chips erzwingen und versuchen vom Anfang an, Chipleader zu werden. Diesen Spielern darf man nicht zum Opfer fallen und ein All-In callen. Sie spielen nur ein Glücksspiel und dieses Spiel muss man nicht mitmachen. In der frühen Phase eines Turniers hat man ewig Zeit, auf die besten Karten zu warten. Wer in dieser Phase All-In geht oder unverhältnismäßig hoch raist, hat entweder zwei Asse und probiert einen Caller zu bekommen oder es ist einer von den Glücksrittern, die mit K-Q Lotto spielen. All-Ins oder hohe Wetten zu callen darf man in dieser Phase nur, wenn man sich sicher ist, dass man vorne liegt.

Das Ziel am Turnierbeginn heisst schlicht: überleben. Ohne großen Schaden in die zweite Turnierphase kommen, Chips verteidigen, nicht ausgeben. Wenn es optimal läuft gewinnt man eine Reihe kleiner Pots. Als zweite Turnierphase kann man jenes Turnierstadium definieren, in dem bereits 50% der Spieler ausgeschieden sind. Dies kann erstaunlich schnell gehen!

Wenn diese Phase erreicht wird, dann wird man erst richtig aktiv. Hat man vorher nur passiv auf die Top Hands gewartet, wird man jetzt selbst aggressiver. Und aus einem wichtigen Grund: die Blinds. Diese werden jetzt nämlich langsam unangenehm hoch und ein passives Warten würde die Chips zusammenschmelzen lassen. Besser jetzt die Blinds der anderen kassieren. Man muss sich in die Position bringen, dass man in die finale Phase des Turniers kommen kann. Man kann immer noch selektiv spielen, aber wenn man spielt, dann richtig, also aggressiv. Druck auf die Spieler machen, die Angst haben, auszuscheiden. Blinds stehlen.

Wenn das Teilnehmerfeld weiter schwindet und die Preisränge in die Nähe kommen, wird der Druck auf alle Spieler drastisch hoch. Wer jetzt hinausfliegt, hat genau das erreicht, wie ein Spieler, der in der ersten Runde ausgeschieden ist: nämlich gar nichts. In dieser Turnierphase gibt es Spieler, die unglaublich viele Chips haben und Spieler, deren Chips gerade einmal für ein paar Runden noch ausreichen. Man muss genau aufpassen, gegen wen man spielen will. Die kleinen wollen verdoppeln, die großen können sich Calls leisten.

Andererseits ist hier ein All-In die psychologische Waffe schlechthin. Gegen Mitspieler angewandt, die selbst noch gute Chancen auf die Preise haben, aber gleichzeitig chipmäßig selbst in Bedrängnis kommen können, funktioniert das perfekt. Sie werden immer folden und das ist auch die Strategie in dieser Turnierphase, um es ITM zu schaffen.



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