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Sit and Go Money Management für Anfänger

Sit-and-Gos sind ideal für Bankroll-Wachstum. Doch die Frage aller Fragen lautet: Wie hoch sollen die Buy-Ins am besten sein?

Die Antwort auf diese Frage wird von drei wichtigen Faktoren bestimmt. Die Gewinnhäufigkeit, die durchschnittliche Auszahlungsrate und die Höhe der Bankroll.

Erwartete Gewinnhäufigkeit

Jeder Spieler muss hier ehrlich zu sich selbst sein. Wie gut ist man wirklich? Wenn ein Spieler beständig ein gewisses Level schlagen kann, ist er soweit, dass er zum nächsthöheren Buy-In-Level gehen kann. Wenn er umgekehrt an einem gewissen Einsatzlevel scheitert, muss er zum niedrigeren wechseln. Mit beständig gewinnen ist nicht gemeint, immer in den Preisrängen zu sein, sondern an einem gewissen Level (z.B. $5 Buy-In) nur gelegentlich zu verlieren, sonst aber öfter in den Moneys zu landen als andere. Oder einfacher: nach einer gewissen Zeit muss ein Plus herauskommen, die Bankroll gewachsen sein. Wer aber nur hin und wieder einmal ein Sit-and-Go gewinnt, sonst aber nie besser als Vierter wird, spielt ein Einsatzlevel, das für ihn zu hoch ist.

Jeder Spieler muss sich in etwa die Frage stellen: Wenn ich 10 Sit-and-Gos mit Buy-Ins von jeweils $5 spiele, wie oft erwarte ich mir davon eine Platzierung im Preisgeld? Wenn die Erwartung niedriger liegt als jedes drittes Mal, soll man zum niedrigeren Einsatzlimit gehen, wenn sie höher liegt, dann zum nächsthöheren bzw. im Fall der Erwartung, dass man jedes dritte Sit-and-Go in den Top3 beendet, liegt man mit seinem Limit genau richtig. Ein Blick in die eigene Spielstatistik spricht so oder so die Wahrheit. Welche Ergebnisse bei welchem Buy-In-Level in welchem Zeitraum? Diese Statistiken lügen nie.



Auszahlungsstruktur

Welche Plätze ausbezahlt werden und wie hoch ist manchmal von Pokersite zu Pokersite unterschiedlich. Typisch für ein SNG-Turnier mit zehn Spielern wäre es, wenn die die ersten drei Plätze ausbezahlt werden. Der Gewinner erhält 50%, der Zweitplatzierte 30% und der Drittplatzierte 20% des Preispools. Dies ist ein Standard geworden, doch gibt es auch andere SNG-Turniermodi, z.B. dass die Hälfte aller Spieler ihr Turnier-BuyIn verdoppeln und die andere Hälfte leer ausgeht. Dies sind aber eher Sonderformen von Sit-and-Gos. Bei shorthanded Turnieren, also Sit-and-Gos mit nur 5 oder 6 Spielern, wird in der Regel nur an die besten zwei ausbezahlt im Verhältnis 70-30.

Bei einem Standard-SNG mit 10 Spielern und einem Buy-In von $5+$0.50 wäre die Preisstruktur wie folgt.
Gesamt-Preispool: $50
1. Platz (50%): $25
2. Platz (30%): $15
3. Platz (20%): $10

Die Auszahlungsstruktur geht mit erwarteten Gewinnhäufigkeit Hand in Hand. Eine kleine Rechnung:
Die durchschnittliche Auszahlung ist ca. $16.6, was ungefähr die Kosten von drei $5+$0.50 Sit-and-Gos ausmacht. Wenn ein Spieler davon ausgeht, dass er im Schnitt bei einem $5-Sit-and-Go jedes dritte Mal in die Preisränge kommt, hat er das richtige Limit gewählt. Aber kann sich dieser Spieler dieses Limit auch leisten? Das muss der nächste Punkte beanworten können, die Bankroll.


Bankroll

Wer davon ausgeht, drei $5+$0.50 Sit-and-Gos von zehn in den Preisrängen zu beenden, spielt zwar am richtigen Buy-In-Level, aber wie hoch muss das Kapital sein? Wer nur mit $20 Bankroll startet, kann sich dieses Level nicht leisten. Denn in diesem Beispiel geht ja der Spieler selbst davon aus, dass er sieben Sit-and-Gos nicht in den Preisrängen beenden wird. Sieben SNG kosten $38,50. Mit $20 kann er sich nur drei SNG leisten, was eindeutig zu wenig ist.

Aber auch eine Bankroll aus $38,50 scheint hier zu wenig zu sein. Es stellt ein absolutes Minimum dar, denn man darf nicht außer Acht lassen, dass es Verlust- und Gewinnphasen gibt, die länger dauern können als sieben Spiele. Viele Sit-and-Go Spieler wählen dementsprechend eine ausreichend hohe Bankroll, bestehend aus 20-30 Buy-Ins.


Fazit

Diese drei Faktoren sind immer zu überprüfen, wenn man Sit-and-Gos spielt. Wenn man das Spiel verbessert, führt das zu einer höheren Gewinnhäufigkeit und das hat zur Folge, dass die Bankroll größer wird und man somit bereit ist, an höheren Buy-In-Levels zu spielen. Man muß nicht hoch starten, um zu gewinnen. Es stellt sich alles automatisch ein. Je besser man spielt, desto höher wird man klettern können. Geduld ist wie immer entscheidend. Natürlich macht es mehr Spaß, um größere Summen zu spielen, aber Spieler, die systematisch spielen, können langfristig gewinnen und nur darum geht es ja im Poker.



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